Ein Stückchen vom Teller, ein Schluck aus dem Glas, eine Nascherei aus der Küche – für viele Katzenhalter fühlt es sich harmlos an, die eigene Katze mal probieren zu lassen. Doch der Stoffwechsel einer Katze unterscheidet sich grundlegend von unserem: Was für uns Menschen unbedenklich oder sogar gesund ist, kann für eine Katze giftig sein. Diese 12 Lebensmittel gehören definitiv nicht auf ihren Speiseplan.
Zwiebeln und Knoblauch
Beide enthalten Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen einer Katze angreifen und zu Blutarmut führen können. Gefährlich ist das übrigens in jeder Form – roh, gekocht oder als Pulver in Fertiggerichten.
Xylit
Dieser Zuckerersatzstoff steckt in vielen zuckerfreien Süßigkeiten und Kaugummis. Bei Katzen kann er einen gefährlichen Blutzuckerabfall auslösen und im schlimmsten Fall zu Leberschäden bis hin zum Leberversagen führen.
Alkohol
Schon sehr geringe Mengen reichen bei einer Katze aus, um eine Vergiftung auszulösen – bis hin zur Bewusstlosigkeit. Vorsicht ist auch bei versteckten Quellen geboten, etwa alkoholhaltigen Pralinen oder offen stehenden Gläsern.
Rohes Fleisch, rohe Eier und roher Fisch
Rohes Fleisch und rohe Eier können Salmonellen und andere Erreger enthalten. Bei rohem Fisch kommt hinzu, dass ein Enzym darin ein wichtiges Vitamin zerstören kann – bei regelmäßigem Verzehr drohen neurologische Probleme.
Zitrusfrüchte
Der hohe Säuregehalt reizt den Magen einer Katze und kann Übelkeit oder Verdauungsprobleme auslösen. Die ätherischen Öle in Schale und Fruchtfleisch machen die Sache zusätzlich unverträglich.
Hundefutter
Gelegentliches Naschen ist meist unbedenklich, als Dauerlösung aber problematisch: Hundefutter deckt nicht die speziellen Nährstoffbedürfnisse einer Katze, etwa an Taurin, und kann bei ausschließlicher Fütterung zu Mangelerscheinungen führen.
Hefeteig
Roher Hefeteig gärt im warmen Magen einer Katze weiter – dabei entstehen schmerzhafte Blähungen und Alkohol, der zusätzlich vergiftend wirkt.
Fetthaltige Speisen
Frittiertes, Fast Food oder stark fetthaltige Reste können bei Katzen eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse auslösen, die sehr schmerzhaft und behandlungsbedürftig ist.
Gekochte Knochen
Gekochte Knochen splittern leicht und können im Rachen stecken bleiben oder den Verdauungstrakt verletzen – anders als rohe Knochen aus einer natürlichen Beute.
Milch und Milchprodukte
Die meisten erwachsenen Katzen vertragen Laktose nicht mehr richtig. Milch führt bei ihnen häufig zu Durchfall und Blähungen, statt wie oft angenommen guttun.
Schokolade, Kaffee und Tee
Enthaltene Stoffe wie Theobromin und Koffein sind für Katzen hochgiftig und können Krampfanfälle sowie ernsthafte Herzprobleme auslösen. Je dunkler die Schokolade, desto höher die Konzentration.
Trauben und Rosinen
Der genaue Giftstoff ist bis heute nicht vollständig erforscht, doch die Wirkung ist eindeutig belegt: Schon kleine Mengen können bei Katzen zu akutem Nierenversagen führen.
Was du stattdessen tun kannst
Der Wunsch, die eigene Katze mit etwas Besonderem zu verwöhnen, ist völlig verständlich – nur sollte es eben katzengerecht sein. Statt Tischresten eignen sich spezielle Katzenleckerlis oder kleine Portionen von purem, ungewürztem Fleisch deutlich besser. Auch ein Denk- oder Snackspielzeug wie das Cat Buggin' Out Puzzle macht Fütterungsmomente spannend, ohne dass dabei irgendein Risiko für die Gesundheit deiner Katze entsteht.
Im Zweifel: sofort zum Tierarzt
Die Gesundheit deiner Katze liegt in deiner Hand. Vermutest du, dass sie etwas Giftiges gefressen hat, zähle nicht auf abwartende Beobachtung – kontaktiere umgehend eine Tierarztpraxis. Wenn möglich, nimm die Verpackung oder Reste des betreffenden Lebensmittels mit, das hilft bei der schnellen Diagnose.
